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Kommunalwahl 2026

16. März 2026
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Die Wahlbeteiligung in Bickenbach bei der Kommunalwahl 2026 liegt mit 61,4 % um 3,3 % über der im Jahr 2021. Mit 2.902 Wähler:innen nehmen daran 168 Personen mehr teil als vor 5 Jahren.

Um eine Vorstellung über die Personenzahl zu bekommen, die eine Partei unterstützen, wird im Folgenden eine Hilfsrechnung angewandt: Die Division der Stimmenzahl für eine Partei/Wahlliste durch die Zahl der maximal zu vergebenden Stimmen pro Wähler:in (Zahl der Parlamentssitze) ergibt einen ‚fiktiven‘ Wert. Dieser kann als Mindestzahl der Unterstützer:innen angenommen werden.

Die Erläuterung ist Voraussetzung, um die folgenden Feststellungen nachvollziehen zu können.

(Bitte beachten: Die Werte wurden auf eine Nachkommastelle gerundet.)

Ergebnisse der Wahlen in Bickenbach zur Gemeindevertretung (seit 1972)

Bei der Kommunalwahl in Bickenbach 2026 wird die  SPD  mit 38,7 % klar stärkste Fraktion in der neuen Gemeindevertretung. Gegenüber der Wahl vor 5 Jahren erzielt sie ein Stimmen-Plus von 4.347, sie legt 4,7 % zu.

Fiktiv haben wenigstens 1.060 Wähler:innen der SPD und ihren Kandidat:innen Stimmen gegeben – das sind 174 mehr als 2021.

Die SPD hat damit ihren Abwärtstrend in Bickenbach seit 1972 gestoppt und erreicht angesichts ihrer bundesweiten Negativentwicklung einen beachtlichen Zuwachs.



Die  CDU  gewinnt bei 33,1 % Stimmanteilen gegenüber der Wahl vor 5 Jahren 3,3 % bei einem Plus von 3.183 Stimmen.

Fiktiv haben wenigstens 906 Wähler:innen der CDU und ihren Kandidat:innen Stimmen gegeben – das sind 127 mehr als 2021.

Die CDU hat sich leicht erholt, liegt aber immer noch unter ihren langjährig guten Ergebnissen.



Die  FDP  legt bei 8,7 % Stimmanteilen gegenüber der Wahl vor 5 Jahren um 0,4 % zu bei einem Plus von 508 Stimmen.

Fiktiv haben wenigstens 238 Wähler:innen der FDP und ihren Kandidat:innen Stimmen gegeben – das sind 20 mehr als 2021.

Die FDP in Bickenbach bleibt stabil und hat sich entgegen dem Bundestrend gut behaupten können.



KOMM,A  verliert bei 19,5 % Stimmenanteilen gegenüber der Wahl vor 5 Jahren 8,4 % bei einem Minus von 4.863 Stimmen.

Fiktiv haben wenigstens 532 Wähler:innen KOMM,A und ihren Kandidat:innen Stimmen gegeben, das sind 195 weniger als 2021.

KOMM,A hat deutliche Verluste hinnehmen müssen. Das aktuelle Ergebnis ist aber immer noch das zweitbeste in ihrer Geschichte. Trotz dieses großen Verlustes kann der erworbene Wähler:innenstamm gut behauptet werden.

 

Nach Mandaten bzw. Sitzen in der neuen Gemeindevertretung legt die SPD mit  10  gegenüber der vergangenen Amtszeit um eins zu.

Die CDU erreicht  8  Mandate, eins mehr als 2021.

Die FDP erreicht unverändert  2  Mandate.

KOMM,A erreicht  5  Mandate, zwei weniger als in der abgelaufenen Amtszeit des Gemeindeparlaments.

 

Für die Bildung einer parlamentarischen Mehrheit in Bickenbach ist jede Fraktion mindestens auf die Stimmen aus einer anderen angewiesen, die FDP benötigt dafür Stimmen aus zwei anderen Fraktionen.

Ergebnisse der Wahlen in Bickenbach zum Kreistag Darmstadt-Dieburg (seit 1993)

Betrachtet man die zeitgleich durchgeführte Kreistagswahl, ergibt sich für Bickenbach folgendes Bild:

SPD 25,0 % gegenüber 2021 – 3,1 %

CDU 29,3 % gegenüber 2021 + 1,4 %

FDP 4,4 % gegenüber 2021 – 2,6 %

Grüne 15,5 % gegenüber 2021 - 5,8 %

Linke 5,2 % gegenüber 2021 + 1,5 %

AfD 10,9 % gegenüber 2021 + 5,9 %

 

Dies bedeutet im Vergleich zur Gemeindewahl

für die SPD: Einem deutlichen Gewinn in der Gemeinde steht ein klarer Verlust im Kreis gegenüber.

für die CDU: Sie gewinnt leicht auf Kreisebene und etwas stärker in der Gemeinde.

für die FDP: Einem starken Verlust im Kreis steht ein geringer Gewinn in der Gemeinde gegenüber.

für KOMM,A: Die Grünen im Kreis und KOMM,A in der Gemeinde verlieren im Gleichschritt deutlich. Dabei fällt der Verlust von KOMM,A noch höher aus.

Ergebnisse der Wahlen in Bickenbach zum Kreistag und zur Gemeindevertretung (2026)

Der Vergleich der Kommunalwahl 2026 von Kreis und Gemeinde zeigt folgende Unterschiede:

Prozentual erreicht die SPD für Bickenbach gegenüber ihrem Kreiswahlergebnis + 13,7 %, die CDU + 3,8 % und die FDP + 4,3 %. KOMM,A erreicht in Bickenbach 4,0 % Wählerstimmenanteile mehr als die Kreis-Grünen.

Dabei ist zu beachten, dass für den Kreistag 12 Parteien und Wählerverbindungen angetreten sind, zur Wahl der Bickenbacher Gemeindevertretung nur 4.

Ännäherung an das Bickenbacher Wähler:innenpotenzial (2026)

      Kreis       Gemeinde  
Sitze     81       25  
Wahlbeteilig.     61,34 %       61,37 %  
Wähler:innen     2.907       2.902  
                 
    Prozent Wähler.-fiktiv Stimmen   Prozent Wähler.-fiktiv Stimmen
Summen   100,0 % 2.690 217.874   100,0 % 2.736 68.395
                 
CDU   29,3 % 787 63.738   33,1 % 906 22.647
SPD   25,0 % 673 54.474   38,7 % 1.060 26.494
FDP   4,4 % 118 9.535   8,7 % 238 5.949
KOMM,A           19,5 % 532 13.305
Grüne   15,5 % 417 33.767        
AfD   10,9 % 294 23.807        
Linke   5,2 % 140 11.311        
UWG   0,3 % 8 627        
Freie Wähler   1,2 % 32 2.580        
Die Partei   0,7 % 20 1.592        
Volt   2,9 % 79 6.376        
Tierschutz   2,2 % 58 4.707        
BSW   2,5 % 66 5.359        

Die vorstehende Tabelle ist lediglich eine Hilfsrechnung zur Einschätzung des Wähler:innen-Potenzials der Bickenbacher Parteien.

Vergleicht man das Kreis- mit dem Gemeinde-Wahlergebnis fällt auf, dass in Bickenbach fast 400 Wähler:innen mehr SPD gewählt haben, als im Kreis. Bei der SPD fällt diese Diskrepanz deutlich stärker ins Gewicht, als bei der CDU und der FDP mit jeweils etwa 120. KOMM,A konnte rund 115 Wähler:innen mehr von sich überzeugen, als das den Kreis-Grünen gelungen ist. Grund dafür ist, dass zur Kreistagswahl 12 Parteien angetreten sind, zur Wahl der Bickenbacher Gemeindevertretung aber nur 4. Dabei interessiert natürlich, wo Wähler:innen der acht in Bickenbach nicht angetretenen Parteien ihr Kreuzchen bei der Gemeindeparlamentswahl gemacht haben.

Die Wählerwanderung ist schwer zu beurteilen, da uns hier in der Region die entsprechenden Wähler:innen-Befragungen fehlen. Für KOMM,A und die SPD kommen als Quelle beispielsweise Stimmen aus den Kreis-Parteien Linke, BSW und Volt in Frage. Sehr schwierig ist eine Aussage dazu, wie sich die rund 300 Kreis-AFD-Wähler:innen in Bickenbach bei der Gemeindewahl verhalten haben, bei der die AfD nicht angetreten ist. Da nicht davon auszugehen ist, dass sie für die Bickenbacher Gemeindevertretung alle SPD gewählt haben, sind die Wählerwanderungen wohl vielschichtig. Diese Frage müssen sich alle Bickenbacher Parteigliederungen stellen.

Vergleich der Gemeindewahlergebnisse in der Region (2026) in Prozent

Stadt / Gemeinde CDU SPD FDP Grüne AfD
Darmstadt 15,3 15,8 3,9 22,8 8,6
Kreis Darmstadt-Dieburg 29,1 24,6 3,4 14,8 12,1
Pfungstadt 40,7 19,8 - 10,8 -
Seeheim-Jugenheim 32,8 25,1 7,9 28,3 -
Alsbach-Hähnlein 41,8 20,5 - 21,7 -
Bickenbach 33,1 38,7 8,7 19,5 KOMM,A -

Im Vergleich der Wahlergebnisse in der Region fällt die Stärke der Bickenbacher SPD sofort ins Auge: Sie erringt prozentual rund das eineinhalbfache der guten SPD-Ergebnisse im Kreis ebenso wie in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein. Sie gewinnt fast das Doppelte ihres Landesergebnisses (Trend).

Die Bickenbacher CDU erzielt im Regionalvergleich ein ähnlich starkes Ergebnis wie ihre Kolleg:innen in Seeheim-Jugenheim, kommen aber an das Spitzenergebnis der Pfungstädter CDU nicht heran. Sie liegt leicht über dem Trendergebnis für die CDU in Hessen.

KOMM,A ist eine lokale Wähler:innen-Initiative. Sie kandidierte nicht im Kreis. Zieht man annäherungsweise die Ergebnisse der verschiedenen grünen Parteigliederungen heran, liegt KOMM,A um ein Drittel über dem Kreisergebnis der Grünen, in Reichweite zum JUHAS-Ergebnis in Alsbach-Hähnlein, aber deutlich deutlich unter dem grünen Ergebnis in Seeheim-Jugenheim. Auch gegenüber dem Trend des Hessenergebnisses der Grünen liegt KOMM,A um ein Drittel höher.

Die FDP ist weder in Pfungstadt noch in Alsbach-Hähnlein zur Wahl angetreten. Im Vergleich zum Kreis, zu Darmstadt und zum Landestrend hat die Bickenbacher FDP mehr als das Doppelte an Stimmen geholt.

Die AfD ist in der Region nur in Darmstadt und im Landkreis angetreten. Im Kreis liegt ihr Ergebnis um ein Viertel unter ihrem Landestrendergebnis, in Darmstadt fast um die Hälfte.

Bewertung des Wahlergebnisses

Bei der Betrachtung des Bickenbacher Kommunalwahlergebnisses 2026 fällt der große Unterschied der Unterstützung für die SPD zwischen Kreis und Gemeinde auf: Für die Bickenbacher SPD votierten rund 390 Wähler:innen mehr als für die Kreis-SPD. Es kann davon ausgegangen werden, dass bei ihnen keine feste sozialdemokratische Parteienbindung zu Grunde liegt. Über das Woher und Wohin der Wählerwanderung lässt sich mangels Wähler:innen-Befragung nur spekulieren. Trotzdem spricht einiges für folgende Zuordnung:

Das Wähler:innen-Plus bei der FDP könnte von Stimmen aus dem Lager der Freien Wähler stehen.

Das KOMM,A-Ergebnis könnte sich aus dem Wähler:innen-Reservoir von Grünen, Volt und Tierschutzpartei gespeist haben.

Bei den rund 300 Wähler:innen, die für den Kreistag AfD gewählt haben, ist nicht offenkundig, wie sie bei der Wahl der Bickenbacher Gemeindevertretung votiert haben. Hier ist eine Bündelung auf lediglich eine Partei schwer vorstellbar.

Das gute Bickenbacher SPD Ergebnis verhält sich deutlich gegenläufig zum Trend in Bund, Land und Kreis. Zum Teil hat die örtliche SPD sicherlich Stimmen aus dem Lager von Linken und BSW gewinnen können. Das allein reicht als Erklärung aber nicht aus.

Es gibt Dinge, welche die örtliche SPD für Wechselwähler:innen interessant gemacht hat und Fehler, die die konkurrierenden Parteien gemacht haben. Welche das sind hat natürlich viel mit dem individuellen Blickwinkel zu tun, es gibt aber auch objektive Faktoren. Im Folgenden will ich skizzieren, welche das aus meiner Perspektive sein könnten.

In den vergangenen 5 Jahren gab es kein so dominierendes, kontrovers diskutiertes kommunalpolitisches Thema wie das Bauvorhaben der „Neuen Mitte“, das ohne Zweifel seinen Niederschlag bei der Kommunalwahl 2021 gefunden hat. Die Aufhebung der Straßenbeitragssatzung, ein Herzensthema von KOMM,A , hatte angesichts des Sachverhaltes, dass diese in den vergangenen 30 Jahren nicht zur Anwendung gekommen war, wenig öffentliche Wirkung. Zahlen muss die Bürgerschaft Straßensanierungen nach wie vor ja doch selbst, lediglich die Verteilung der Lasten wurde geändert. Die von den Kooperationspartnern CDU und KOMM,A in den Blick genommenen Themen wurden entweder nicht kontrovers diskutiert, wie beispielsweise die „Begegnungsstätte für Jung und Alt“ oder die Erweiterung der Schulsporthalle, oder bargen keine Identifikationsfläche. KOMM,A-Themen wie die gewünschte Querungshilfe Berta-Benz-Straße oder der Ausbau des Waldweges östlich Leierhans waren einer größeren Anzahl von Bürger:innen nicht bekannt. Die SPD dagegen bespielte beispielsweise das Feld Senkung der Kita-Gebühren konsequent und ungeschicktes Verhalten von CDU, KOMM,A gestatte, das fünf Jahre am Köcheln zu halten. Gebührenbsenkungen oder Verbesserungen der Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten sieht die Wählerin / der Wähler immer gern, wie’s finanziert wird interessiert erst dann, wenn die Quittung präsentiert werden muss.

Die 2021 vereinbarte, für Bickenbach fast sensationelle erstmalige Zusammenarbeit zwischen den Parlamentsfraktion von CDU und KOMM,A in der Bickenbacher Gemeindevertretung hat fünf Jahre „unfallfrei“ überstanden, was erstaunlich genug ist, hat aber niemanden zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Es reicht halt nicht, nur auf die vermeintlichen oder tatsächlichen Schwächen der Konkurrenz hinzuweisen. Im politischen Alltag hat man sich mit vielen kleinen und größeren Fehlern das Leben manchmal unnötig schwer gemacht. Als Beispiel sei hier der misslungene Versuch der Einrichtung einer Waldkommission und als Folge das unsägliche Verfahren um die Installierung des Waldausschusses genannt. Schwerwiegender war schon das Unvermögen, die gemeinsame Politik auch im Gemeindevorstand umzusetzen.

Bei KOMM,A kam erschwerend die hohe personelle Fluktuation in der Parlamentsfraktion hinzu. Persönliche, gesundheitliche und berufliche Gründe führten zu ungeplanten Mandatsniederlegungen, die zu kompensieren große Probleme aufwarfen. Funktionswechsel und Einarbeitungsaufwand bremste die Arbeit. Solche Probleme interessieren aber bei einer Wahlentscheidung kaum.

Eine große Rolle hat die Bürgermeisterwahl im Herbst 2023 gespielt. Die örtliche SPD hat geschlossen den Amtsinhaber aus ihren Reihen unterstützt. KOMM,A konnte trotz erheblicher Bemühungen keine Kandidat:in aus den eigenen Reihen präsentieren. Die CDU hat ihren Kandidaten nur halbherzig unterstützt. Der daraus entstehende Eindruck bleibt in Erinnerung. Das Wahlergebnis von Hennemann damals ließ den Schluss zu, dass er Stimmen aus allen politischen Lagern hatte holen können, auch aus den Reihen der Kooperationspartner CDU und KOMM,A.

Das SPD-Ergebnis legt den Schluss nahe, dass die Bickenbacher Genossen vieles richtig gemacht haben, wie immer man das inhaltlich bewerten mag. Im Umkehrschluss muss KOMM,A sich als relativer Wahlverlierer klar werden über die eigenen Fehler. Im Sinne einer Selbstkritik, der Autor dieser Zeilen war fünf Jahre lang Mitglied der Parlamentsfraktion von KOMM,A , braucht es Rechenschaft darüber, was schlecht und was gut gelaufen ist. Auf der Negativ-Seite ist ein in den letzten Jahren schwaches öffentliches Auftreten zu verbuchen. Nach anfänglich guter öffentlicher Präsenz - öffentliche Diskussionsforen und drei Ausgaben der „Postille“ - waren wir kaum noch wahrnehmbar. Die Flyer alleine reichten offensichtlich nicht aus. Das gilt vor allem auch für die Propagierung der mit der CDU im Kooperationsvertrag vereinbarten Ziele. Es gibt sicherlich viele Bickenbacher:innen, die eine Frage nach den politischen Zielen von KOMM,A kaum beantworten könnten. Wer kennt die Akteur:innen von KOMM,A? Durch die bereits genannte hohen Personalfluktuation wurde dieser Effekt noch verstärkt. Gleichermaßen ist es KOMM,A nicht gelungen, aus den Reihen der eigenen Wählerschaft neue Mitstreiter:innen zu mobilisieren. Die Bereitschaft, sich durch Kandidaturen zu Parlaments- und Bürgermeister-Wahl persönlich per eigenem Engagement für die gemeinsamen Ziele einzusetzen, konnte nicht gepusht werden.

Auf der Haben-Seite steht ein über fünf Jahre gutes internes Arbeitsklima. Meinungsverschiedenheiten führten nicht zum Auseinanderbrechen der Fraktion. Die ehrenamtlichen Beigeordneten waren immer im Bilde, wie die Parlamentsfraktion tickt, die Politik war immer abgestimmt. Besonders die Herstellung einer tragfähigen Gesprächsebene mit der CDU ist nach faktisch jahrzehntelanger Funkstille hervorzuheben. Die Vereinbarung über Art und Ziele einer politischen Zusammenarbeit wurde fair ausgehandelt und hatte über fünf Jahre trotz kleiner Reibungsverluste Bestand. Im Rückblick grenzt das fast an ein Wunder. Verbessert hat sich in den letzten Jahren auch das Verhältnis zu FDP, das als konstruktiver Meinungsaustausch beschrieben werden kann. Leider gilt dasselbe nicht für die SPD. KOMM,A hat wenig dazu beigetragen, das zu verbessern. Wenn das Spitzen-Duo der örtlichen SPD Akteur:innen in einer Bürgerinitiative - auch aus den Reihen von KOMM,A - pauschal und öffentlich Hetze unterstellt, nicht Ross und Reiter benennt und den Vorwurf auch nicht zurückzuziehen bereit ist, kann das auch kaum verwundern. Für die notwendige politische Zusammenarbeit zum Besten unserer Gemeinde ist das mehr als nur kontraproduktiv.

Der neu gewählten Gemeindevertretung bleibt zu wünschen, nach offenem sachlichen Austausch von Argumenten zu guten Kompromissen zu finden.

 

Bickenbach, 20. März 2026

Ulrich Friedrich Koch

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