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Volkstrauertag 2025

17. November 2025
Kategorien
  • Dokumentation
Schlagworte
Mahnmal (20230326)

Redebeitrag von Pfarrer Christoph Kahlert

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich darf zu aller Erst ganz herzliche Grüße von den katholischen Glaubensgeschwistern ausrichten, die heute leider nicht mit dabei sein können.

„80 Jahre Frieden“ – das ist das Motto des diesjährigen Gedenkens und Erinnerns. Ist das nicht ein Grund zu feiern? Ganz sicher ist es das.
Und doch – Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – beim Blick auf die Zukunft weicht die Freude über diese historisch lange Friedenszeit bei vielen Menschen eher der Sorge. Der Sorge,

  • dass diese Friedenszeit bald ein Ende haben könnte.
  • Dass die diffuse Bedrohung durch Drohnenüberflüge, Spaltung der Gesellschaft durch Fake-News, und einer beginnenden Aufrüstung irgendwann ganz konkret wird.
  • Dass es Krieg gibt, nicht irgendwo – sondern hier, in Deutschland, oder zumindest mit deutschen Soldaten.

„80 Jahre Frieden“ – das ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch die Frage, wie dieser Frieden die nächsten Jahre, Jahrzehnte, am besten Jahrhunderte erhalten werden kann.

Aus biblischer Perspektive sind diese 80 Jahre wohl nur eine Episode. Auch die Bibel und die Menschen zu biblischen Zeiten kannten Krieg. Bzw. eigentlich müsste man sagen: Sie kannten nur den Krieg und ja, auch mal Zeiten, in denen Waffen schwiegen, aber umfangreichen und umfassenden Frieden, wie unsere Gesellschaft ihn seit 80 Jahren genießen kann, das kannten sie eher nicht.

Und so findet sich im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, eine geradezu visionäre Aussicht auf einen neuen Himmel und eine neue Erde – ein Reich des Friedens.

1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!
(Offenbarung 21,1-5)

Eine Welt, in der Gott selbst alle Tränen abwischen wird.
Eine Welt, in der der Tod nicht mehr sein wird.
In der es kein Leid noch Geschrei noch Schmerz geben wird.
Manche würden sagen: Eine Utopie. Eine Situation, die ohnehin niemals eintreten wird. Ja, vielleicht. Durch Menschen allein wird dies bestimmt nicht vollends Wirklichkeit werden. Aber ist es nicht trotzdem ein Leitfaden für uns Christenmenschen, für uns als christlich geprägte Gesellschaft – auch und gerade in der heutigen konfliktreichen Zeit?

Dass wir selbst die Vision des langfristigen Friedens im Herzen und in der Hand haben:
Dass wir immer den ersten Schritt gehen, immer die Hand zum Frieden reichen.
Dass wir immer auch das Leid und die Situation der Menschen auf der vermeintlich anderen Seite sehen – etwas, was die Hamas und große Teile Israels im Israel-Palästina-Krieg völlig aufgegeben haben, in dem sie nur noch das Ziel hatten den anderen zu vernichten.
Dass wir auch alles Militärische, jede Aufrüstung, jede Militarisierung der Gesellschaft kritisch hinterfragen, ob dies der richtige Weg ist, den Frieden zu erhalten.
Und dabei doch gleichzeitig nicht naiv eine politische Situation ignorieren, bei der sich weltpolitisch derjenige durchzusetzen scheint, der die größere militärische Macht besitzt.

Also, doch aufrüsten, kriegstüchtig werden, junge Menschen auf den Krieg vorbereiten? Ich weiß es nicht.
Es scheint ja die Zeit zu sein, in der andere Methoden der Friedenssicherung kaum Wirkung zeigen.
In der militärische Schwäche ausgenutzt wird.
In der Abkommen und Vereinbarungen z.B. im Krieg Russlands gegen die Ukraine durch Putin bewusst ignoriert und umgangen werden.
In der kein Vertrauen mehr da ist.

Gleichwohl weigere ich mich, jene Vision eines umfassenden Friedensreiches aufzugeben.
Also auch bei allen Diskussionen um die Musterung junger Menschen gleichzeitig ihre Möglichkeiten zu stärken, Konflikte ohne Gewalt auszutragen und dem Frieden im kleinen wie im Großen nachzueifern.
Also auch immer wieder neu zu fragen, ob alle anderen friedensfördernden Maßnahmen in der Politik weiterverfolgt werden.
Und ja, auch bei aller deutscher Aufrüstung kritisch zu hinterfragen, ob diese Milliardensummen sinnvoll und zweckdienlich ausgegeben werden – gerade wenn mal eben 20 Milliarden für neue Funkgeräte bei der Bundeswehr eingeplant sind, und beim Bürgergeld durch mehr Druck und Zwang auf arme Menschen hoffentlich ein Bruchteil dieser Summe eingespart werden soll.

„80 Jahre Frieden“ – nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch und gerade ein Grund dass sich jede und jeder von uns mit seinen Möglichkeiten für die Erhaltung des Friedens einsetzt.

Dankeschön.

 

Friedensgebet der Konfirmanden

Barmherziger, menschenfreundlicher Gott,

wir bitten dich für alle Menschen in den Kriegsgebieten unserer Zeit – in der Ukraine, in Palästina, im Sudan und an vielen weiteren Orten.,
Wir bitten dich für die Opfer von Gewalt,
für die, die in Angst leben,
für die, die auf der Flucht sind,
für die, denen das Nötigste zum Leben fehlt,
und für die, die sich für Versöhnung und Frieden einsetzen.

Sei du ihnen nah, hilf ihnen.
Berühre du die Herzen aller, die dazu beitragen können, dass das Leid ein Ende findet.
Lass sie den Menschen im Anderen sehen.
Du bist mächtiger als Hass und Terror, als Gewalt und Krieg.
Zeige du Wege der Hoffnung auf, dass eines Tages Versöhnung und dauerhafter Frieden möglich ist.

Amen.

 

Und hier Beiträge aus den vergangenen Jahren:

Volkstrauertag 2024
Volkstrauertag 2022
Volkstrauertag 2018
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