Bürgerhaus, Neubau oder Sanierung (2001-2019)

Vor den Kommunalwahlen 2001 wurde das Bürgerhaus zum Wahlkampfthema. Die CDU propagierte eine Erweiterung beziehungsweise einen Neubau des Bürgerhauses für Großveranstaltungen - ggfs. auf der grünen Wiese. In den darauffolgenden Jahren konkretisierte sich diese Zukunftsvorstellung zu einer 'Sport- und Kulturhalle' auf einer durch die Bickenbacher Gemeindevertretung selbst als Bannwald ausgewiesenen Fläche am Sportplatz.
Was macht eine Gemeinde, wenn für eine Liegenschaft Sanierungsbedarf feststellt wird? Das folgende Ablaufschema ist naheliegend: Prüfung der Bausubstanz, Feststellung des genauen Sanierungsbedarfs, Klärung der zukünftigen Nutzungsbedarfe, Einholung von Kostenschätzungen und Information der Bürgerschaft bzw. auch eine Befragung der Bürgerschaft. Erst mit dem Beschluss der Gemeindevertretung Mitte 2014 wurde endlich ein vergleichbares Vorgehen in Gang gesetzt - allerdings ohne direkte Beteiligung der Bürgerschaft. Diese Entscheidung hatte einen Vorlauf von fast 15 Jahren. In dieser Zeit gab es in der Gemeindevertretung 10 Jahre lang eine Koalition von CDU und FDP, anschließend 3 Jahre lang eine 'Große Koalition' von CDU und SPD.
KOMM,A kritisierte an der CDU-Politik, bezogen auf das Bürgerhaus nicht, neue Vorstellungen entwickelt zu haben, sondern dass keine ernsthaften Versuche unternommen worden waren, die Machbarkeit der Vorstellungen zu überprüfen und dann in die Tat umzusetzen, oder aber deren Scheitern einzugestehen. Stattdessen übte man sich im Nichtstun:
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Der oben beschriebene normale Ablauf nach Feststellung des Sanierungsbedarfes wurde nicht in Gang gesetzt.
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Die Vision einer 'Sport- und Kulturhalle' wurde aufrecht erhalten, ohne je einen Blick in die Schulentwicklungspläne unseres Landkreises gewagt zu haben. Es war erkennbar, dass kreisseitig kein Neubau für die hiesige Schulsporthalle geplant war.
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In die Haushalte der vergangenen Jahre standen entweder keinerlei Finanzmittel für Sanierung oder Neubau des Bürgerhauses oder es wurden Fantasiebeträge im Gesamtumfang von 5 Millionen Euro in die Investitionsprogramme eingestellt, ohne dass je klar war, wie diese sich errechneten.
KOMM,A versuchte mit zahlreichen Initiativen, einen vernünftigen Umgang mit dem erkennbaren Sanierungsbedarf des Bürgerhauses herbei zu führen, was nach knapp 15 Jahren endlich gelang. Darüber hinaus wurden Vorstellungen zum zukünftigen Betrieb des Bürgerhauses entwickelt. Hier zwei auch heute noch interessante Ideen:
