Im Jahr 2014 kam die Firma Intersnack auf die Gemeinde zu mit dem Wunsch, den Bebauungsplan zu ändern. Man plane auf dem Bickenbacher Teil des Firmengeländes den Bau eines Logistikzentrums, um die Lagerkapazität zu erweitern und den Vertrieb zu optimieren. Das Hochregallager benötige eine Höhe von 40 Metern. Das Zentrum solle von einem externen Logistiker betrieben werden, der seine Logistikleistungen auch anderweitig vermarkten könne.
Intersnack argumentierte mit
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Lagerengpässen und hohen Kosten für externe Zwischenlagerung der eigenen Ware
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Konkurrenzdruck - firmenintern, national und international
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Gefahr eines Konzernentscheides der Firmenzentrale in Köln zum Abbau bzw. der Verlagerung von Produktionslinien.
Im Ort regte sich sehr schnell Widerstand wegen der Höhe und Kubatur des geplanten Gebäudes, der „Verschandelung“ des Ortsbildes und dem erwartbar höheren Verkehrsaufkommen.
Die Gemeinde Bickenbach befürchtete einen Rückgang von Gewerbesteuereinnahmen und den Verlust von Arbeitsplätzen.
KOMM,A bezog zunächst eine abwartende Haltung und versuchte auch direkt gegenüber Intersnack eine
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Begrenzung der Gebäudehöhe auf maximal 30 Meter
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Festlegung der maximalen Anzahl von Verkehrsbewegungen innerhalb von 24 Stunden
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Wiederinbetriebnahme des früheren Bahnanschlusses
zu erreichen.
Der sich gründenden Bürgerinitiative gegen das Logistikzentrum bot KOMM,A kurzfristig an, die eigene Website vorübergehend als Veröffentlichungsplattform zu nutzen.
Noch bevor das förmliche Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans gestartet wurde teilte Intersnack Ende Mai 2015 über die Presse mit, dass man das Projekt nicht weiter betreiben wolle. Später war zu hören, dass Intersnack einen Logistikpartner auf der anderen Rheinseite in Osthofen bei Worms gefunden habe und daher keine Notwendigkeit mehr zum Ausbau der eigenen Lagerkapazität auf ihrem Betriebsgelände bestehe.